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Intuitives Bogenschießen

Bogenschießen ist eine der ältesten technischen Anwendungen der Menschheit. 
Der Bogen ist Werkzeug, Instrument und therapeutischer wie magischer Gegenstand. 
Es gab und gibt ihn in beinahe allen bekannten Kulturen. 
Diese tiefe Verwurzelung mag für die Faszination bis heute ein Grund sein, 
auch wenn sich ein großer Teil sportlich und damit leistungsorientiert befasst.

Im meditativen oder intuitiven Bogenschießen steht allem voran die Ausrichtung auf die eigene Mitte. 

Die Spannung, die der Bogen auf den Körper überträgt, muss „ausgehalten“ werden, ebenso das Loslassen.

Intuition, Selbstbeobachtung und Reflexion begleiten den gesamten Ablauf.

Ruhe und Gelassenheit sind eine Notwendigkeit im intuitiven Bogenschießen. 

Wir nehmen uns Zeit dafür. 
Wir sind gewohnt zu wollen und zu bekommen. 
Wir nehmen, kaufen und konsumieren.
Wir leisten, messen und vergleichen und lassen uns wenig Spielraum für ein entspannendes Nicht—Denken.


Im Intuitiven Bogenschießen begegnen wir 

     Der Langsamkeit
Der Gelassenheit
Der Achtsamkeit
Der Spannung
Der Entspannung
Dem Loslassen




"Der Bogen ist Teil meines Armes und die Fortsetzung meiner Gedanken.

Er ist die Verlängerung meiner Hand, meines Herzens, meines Wunsches.

Aus ihm kommt die Energie. 

Der Pfeil ist die Absicht, er verbindet den Bogen mit dem Ziel.

Die Absicht ist klar, vollkommen, geradlinig, geschärft, fest und präzise."



Bogenschießen praktisch erleben

"Ich bin der Schütze und das Ziel, ich ziele auf meine tiefste, innerste Mitte, ich bin nur bei mit und habe die Gewissheit zu treffen, weil ich das Ziel kenne."

Ich stehe bei strahlendem Sonnenschein auf einer Anhöhe, die Sonne hinter mir, beleuchtet das Ziel genau richtig.

Den Bogen in der Hand spüre ich kaum, ich bin in der Mitte, mein Hara lagert satt in meinem Mittelpunkt, ich bin geerdet, dass kein Wind mich bewegen könnte.

Langsam nocke ich den Pfeil ein, ohne das Ziel aus meinen Blick zu lassen. Im Einklang mit meiner Atmung und dem Universum hebe ich den Bogen, spanne mit einem entschlossenen Zug die Sehne, spüre, wie der Bogen seine Spannung zu meiner Spannung werden lässt und schon bin ich am Ankerpunkt.

Ich denke nichts. 

Einen Augenblick nur, dann löst sich der Pfeil von der Sehne, folgt seinem
paradoxen Weg wie immer und schlägt genau im Ziel ein, so wie ich es vorher schon wusste und ich denke mir:

Scheiße, noch zwei Pfeile!

 

Ernst Huber


 
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